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Die Legende des Grabsteines mit den zwei Köpfen auf dem Kirchfriedhof Oberpöllnitz.
Außen an der Kirchenwand ist ein Grabstein der Schwestern aufgestellt, die beide 1732 gestorben waren.
Anna Elisabeth v. Gößnitz und Eva Sabina v. Schütz

Im Kirchenbuch ist Folgendes eingetragen:
„ Am 23. Nov. 1732, nachts um 24.00 Uhr, hat Gott von dieser Welt abgefordert, die wohlgeborene Frau, Frau Anna Elisabeth verwitwete v. Gößnitz, geb. v. Rodenbach. Des wohlgeborenen Herrn Johann Carl v. Gößnitz, gewesener Erblehn- u. Gerichtsherr in Weischlitz, hinterlassene Witwe. Sie hatte sich bei dem Herrn v. Schauroth in Geroda als nächsten Anverwandten 6 Monate aufgehalten. Sie wurde am 26. Nov., abends bei Fackeln, auf den Oberpöllnitzer Kirchhof mit einer Sermon (Grabrede) beerdigt. Gott lasse sie sanft ruhen nach ihren ausgestandenen vielen Schmerzen und erwecke sie zum ewigen Leben, durch Christum.
Am 10. Dez. 1732, morgens um 5.00 Uhr, hat auch aus Gnaden zu sich genommen, die wohlgeborene Frau, Frau Eva Sabina verwitwete v. Schütz, geb. v. Rodenbach, des wohlgeborenen Herrn Hans Georg v. Schütz auf Moßbach hinterlassene Witwe. Sie war die Großmutter des Herrn v. Schauroth auf Geroda und hielt sich mit ihrer Schwester auf dem Gut auf. Sie folgte ihrer seligen Frau Schwester sogleich im Tode nach. Beide liegen auf dem Gottesacker im Kirchhof Oberpöllnitz beieinander. Der entseelte Körper der Frau v. Schütz wurde am 14. Dez., nach adligem Brauch am Abend, mit einer Sermon beerdigt. Gott lasse sie sanft ruhen und erwecke sie am Jüngsten Tag zur ewigen Freude durch Christum.“

" Die Inschrift auf den beiden Rokokoschilden ist verwittert. In den darüber befindlichen 4 Medaillons sind Wappen. Die Kugel oben ist abgebrochen. An den Seitenflächen befinden sich Hermenfiguren."
Zeichnung und Zustandsbeschreibung entnommen aus den Niederschriften des Oberpöllnitzer Lehrers Herrn Wolf, 1921. Der jetzige Zustand ist jedoch nun noch wesentlich schlechter und nicht erklärbar.

Wolfgang Schuster, Triptis/Oberpöllnitz 5/2006 - akt. 9/2017