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Die Rodaquelle - Ein Wanderziel?

Die Schande an der Rodaquelle


Auf der Homepage der Stadt Triptis wird auf der Seite „Tourismus - Wanderwege“ unter dem Punkt 3 der Wanderweg Oberpöllnitz-Rodaborn beschrieben. Es wird hier auch vorgeschlagen, einen Abstecher zur Rodaquelle vorzunehmen. Eine Lachnummer, wenn man den Zustand ab Sommer 2011 kennt. Einst ein positives Wanderziel, ist der Ort heute zum Schandfleck im Stadtwald nördlich von Oberpöllnitz geworden. Trotz mehrerer Hinweise und Bitten diesen Zustand zu ändern, interessiert das offensichtlich keinen im Rathaus oder im Stadtrat.
Textauszüge der Homepage:
„An der ehemaligen Raststätte „Rodaborn“ eingetroffen machen wir einen Abstecher zur Rodaquelle. Die ehemalige Raststätte Rodaborn wurde 1928 als „Walderholungsheim Rodaborn" von der Rodaborngesellschaft Triptis errichtet. Mit dem Bau der Autobahn in den Jahren 1934-1936 wurde sie am 20.12.1936 als erste Autobahnraststätte Deutschlands in Betrieb genommen. Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A9 wurde die Raststätte zum 01.07.2004 geschlossen.
Übrigens die Roda ist ein 33,6 km langer Zufluss der Saale. Der Fluss entspringt in der Nähe der Raststätte, von dort fließt er durch die Tälerdörfer Schönborn, Renthendorf usw. nach Stadtroda und mündet südlich von Jena in die Saale. Mitte der zwanziger Jahre bestätigte Prof. Dr. Klonka vom pharmakologischen Institut der Universität Jena, dass das Wasser der Rodaquelle nennenswerte Radium-Anteile in im Wasser gelöster Emanation enthält, dass es also als Mineralwasser mit therapeutischem Heilwert anzusprechen war.“

Jahrzehnte lang wurde zu Recht mittels Ansichtskarten zum Besuch dieser Quelle geworben. Und nachdem in den Jahren 1983/84 die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Triptis in mühevoller ehrenamtlicher Kleinarbeit die Örtlichkeiten saniert, teilweise neu angelegt und in einen vorbildlichen Zustand versetzt hatten, war ein Ausflug erst recht angesagt. Die Kameraden hatten eine neue solide Treppenanlage mit Entwässerungsrinne gebaut, einen Spielplatz für Kinder eingerichtet, den Teich, den Teichdamm und sein Umfeld in nutzbaren Zustand gebracht, das Quellengebäude ausgebessert und den Wasserlauf entschlammt und gereinigt. Nichts ist davon noch zu spüren. Mit der politischen Wende verwahrlosten der Born und sein Erholungsumfeld mehr und mehr, obwohl an einem internationalen Wanderweg gelegen. Herr Wetzel und ich haben versucht, den Verfall etwas aufzuhalten. Leider umsonst, denn mit der Verbreiterung der Autobahn A9 hat das Gelände während der Bauphase beträchtlich gelitten. Der Todesstoß kam im späten Frühjahr 2011. Es wurde der Stadtwald im Umfeld der Rodaquelle ausgeforstet. Große Holzerntemaschinen, Harvester und Rückemaschine kämpften sich durch das umgebende nasse Gelände. Das Ergebnis kann sich jeder denken. Die Wanderwege, der ehemalige Spielplatz, der Wasserlauf der Roda, die ganze Umgebung wurden „zerschlachtet“, die Teichabläufe funktionieren nicht mehr, das Wasser läuft über den Damm. Die Treppen verkommen und die Entwässerungsrinne ist vermüllt. Das gute Holz wurde abtransportiert, der Rest blieb liegen. Man hatte gehofft, dass im Nachhinein ein Reparaturkommando die Schäden beseitigt und wieder eine brauchbare Ordnung geschaffen wird, nein, es interessiert keinen Volksvertreter. Hauptsache war, mit dem Holz Geld zu verdienen. Aber im Rathaus war man auch pfiffig. Die Verbreiterung der A9 erforderte den Bau einer neuen Zufahrtstraße zum jetzigen Haus Rodaborn. Mit diesem Straßenneubau im Stadtwald duldeten die Stadträte die Beseitigung der Einfahrt des Waldweges, der zu dem besagten Quellengrundstück führte. Nun ist es nicht mehr möglich, mit üblichen Nutzfahrzeugen auf das Waldgrundstück zu gelangen. Damit braucht man sich ja auch nicht mehr um die Rodaquelle zu kümmern, oder ...?
Einige Bilder dokumentieren den jetzigen Zustand.

Textauszüge: www.triptis.de

Wolfgang Schuster, Oberpöllnitz 1/2012

 

Die alte Rodaquelle

 

Treff des sogenannten "Rodaborn-Vereins" von Triptis an der gefassten Rodaquelle ca. 1927.

 

Die jetzigen Zustände ...